Zum DI.Day, bzw #DID, hab ich das folgende Rezept vorgeschlagen.
Kurz vorab, was ist der DID?
Der DID ist „entspannte Rebellion“: An jedem ersten Sonntag im Monat ruft ein breites Bündnis aus Organisationen zum #DigitalIndependenceDay (DID) auf. Wir wechseln zu demokratiefreundlichen digitalen Alternativen, holen uns unser freies digitales Leben zurück und zerstören die Demokratie nicht weiter. Und wir sichern uns nach und nach unsere digitale Unabhängigkeit.
Eine zwar nicht kostenlose, sondern nach dem klassischen Shareware-Prinzip vertriebene Alternative zu Adobe Photoshop ist das Grafikbearbeitungsprogramm PhotoLine.
Das Programm existiert, meiner Erinnerung nach, seit über 20 Jahren und stammt von der kleinen deutschen Softwarefirma Computerinsel.

PhotoLine steht für Windows und macOS zur Verfügung und bietet eine Funktionsvielfalt, die mit der von Photoshop vergleichbar ist. Aufgrund des sehr kleinen Entwicklerteams – im Wesentlichen der Entwickler Gerhard Huber – kann PhotoLine zwar nicht mit den schnellen und regelmäßigen Produktzyklen von Adobe konkurrieren. Es bietet auch keine KI Funktionalität, kein Firefly oder eine (Zwangs-)Cloud. Dafür hat es jedoch den Vorteil, dass der Entwickler selbst Fotograf ist und es eine aktive Community mit eigenem Forum gibt.
Der Umstieg ist mit geringem Aufwand verbunden und beschränkt sich im Wesentlichen auf die Installation der Software. PhotoLine kann auch ohne Lizenz genutzt werden, versieht die exportierten Bilder dann jedoch mit einem Wasserzeichen.
Zudem liest PhotoLine Photoshop-Dateien (PSD) direkt ein und kann diese weiterverarbeiten, sodass vor einem Wechsel keine aufwendige Konvertierung notwendig ist.
Für mich als Webentwickler war und ist Photoline perfekt: Die erzeugten Bilder werden sauber optimiert und komprimiert, ohne dass hier unerwünschter Copyright-Text und Werbemüll in den Metadaten hinterlassen wird, wie es bei anderen Programmen passiert. In der Vergangenheit hab ich mehrmals Photoline nur dazu benutzt, um Bilder, die von anderen mit Photoshop erstellt wurden, zu laden und ohne weitere Änderung nur zu speichern – um zu einer für Web optimierten Fassung zu kommen. Ebenfalls ist die Bearbeitung von SVG-Dateien mit vielen Ebenen sehr gut umgesetzt.
Der Unterschied zwischen Windows und MacOS ist nur marginal und beschränkt sich auf die GUI-Anpassung. Die Menüs und Bedienelemente sind jeweils identisch, so dass man, wenn man beruflich bedingt auf beidenen Systemen arbeitet, keine Probleme hat, zwischen den Systemen hin und her zu wechseln.
Hinweis zur Einordnung
Ich bin nicht wirtschaftlich mit Photoline oder dem Entwickler verbunden und wurde auch nicht von diesem angestiftet, gebeten oder bestochen worden, seine Software zu empfehlen 🙂
Ich nutze die Software aber selbst schon seit vielen Jahren und bin davon einfach überzeugt.
