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Erlebnisbereicht / Weblog zum WebAdmin-Workshop 2003

Im Rahmen der Multimedia-Tage an der HU-Berlin fand dort auch der 4. ZKI & AMH Web-Admin-Workshop statt. Dabei handelt es sich um einen Workshop für die Web-Administrator(inn)en der Universitäten und (Fach)Hochschulen aus Deutschland. Das Programm zeigt auch, daß die Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands herbeikamen und es nicht um triviale Wie mach ich meine Seiten mit Frontpage-Fragen ging.

Anreise und Ausblick auf den ersten Tag

Das erste mal, das die Anreise so zu laufen scheint, wie sie sein sollte: Endlich mal sitz ich in einem ICE-Wagen, der auch Steckdosen an den Plätzen hat. In der Vergangenheit bin ich da bereits mehrfach auf die Schnauze gefallen; Die ACER-Laptops haben offenbar so schlechte Batterien, dass diese immer dann schlapp machen, wenn man auf einer längeren Fahrt in der Bahn sitzt… Und dies unabhängig davon, ob man diese vorher voll geladen hat oder nicht.

Laut Programm steht heute zunächst langweiliges Zombiemarketing auf dem Programm: Einige Unis zeigen, wie ach so toll ihr „CMS“ ist (ganz davon abgesehen, dass die noch immer nicht zu wissen scheinen, dass wir über WCMS reden und nicht über die CMS, die es bereits vor der Erfindung des WorldWideWebs gab. Ich verweise einfach mal auf eine Arbeit von mir, in der der Unterschied dargestellt wurde: Erstellung und Implementation eines WCMS. Ansonsten gibt es hierzu aber auch ausreichend andere Fachliteratur.).
Ich gehe davon aus, dass bei den meisten, die dort WCMS vorstellen, diese erst seit kurzem einsetzen und daher noch voller Enthusiasmus sind von all den neuen Möglichkeiten und der Macht, die ihnen als Admins oder Redakteure gegeben wurde.

Der Witz am Tag scheint darin zu liegen, dass am Ende, nachdem 6 WCMS vorgestellt wurden, dann eine Diskussion statt findet darüber ob es besser sei mit CMS oder ohne. Dummerweise gibt es jedoch kein Vortrag, wo gezeigt wird, wie es ohne WCMS auch geht, bzw. wo aufgezeigt wird, welche Nachteile viele WCMS mitbringen. Eine echte Diskussion kann daher nicht wirklich statt finden.
Ein einziger Lichtblick wäre, wenn vor dieser Diskussion der darauf folgend angesetzte Vortrag über Barrierefreie Webseiten angesetzt worden wäre. Denn gerade dieser Vortrag zeigt indirekt die schwächen der meisten WCMS auf und gibt ebenfalls eine Lösung, wie man ohne WCMS gute Website-Verwaltung macht:
Behindertengerechte Webseiten bedeuten die Pflicht zur Einhaltung von Standards. Insbesondere die Standards des W3Cs in Bezug auf CSS und HTML.
Dies bedeutet in der Konsequenz wieder, das man Design und Inhalt jetzt endlich wirklich trennt.
Table-Design ist tot.
Alles was noch in der HTML-Datei zu stehen hat, ist der Content, markiert mit nur noch wenigen Auszeichnern und Blockdefinitionen.
Das komplette Design wird über CSS gemacht.
Und genau dies ist es eigentlich, was der Kern eines jeden WCMS ausmacht: Die Trennung von Inhalt und Design. Doch was bedeutet es für die WCMS-Szene, wenn nun diese Trennung über die schlichte Einhaltung der W3C-Standards gemacht wird? Eigentlich macht dies ein einfaches WCMS (hier eher Redaktionssystem) überflüssig!
Alles was man als Administrator noch bräuchte, wäre ein Skript, welches die Syntax der einzelnen HTML-Dateien testet. Dabei können Dateien, die eine invalide HTML-Syntax haben, einfach abgelehnt werden.
Was ich selbst vorhabe für das RRZE ist ähnlich: Ich werde ein Skript schreiben, welches -unter Kennung root laufend- alle Dateien durchgeht und alle unerlaubten HTML-Tags rauswirft.
Die einzelnen Webredakteure sollen nur noch wenige HTML-Kommandos nutzen dürfen. Alle anderen Kommandos werden entweder gelöscht oder auskommentiert. Oder die ganze Datei als solches wird abgelehnt. (Da könnte ich ja eine Fehlerquote einbauen: Wer mehr als XX Prozent invaliden und unerlaubten Code benutzt, darf Good-Bye zu seiner Datei sagen :) )

Aber zurück zum Thema: Bei Nutzung eines solchen Skriptes, was bräuchte man dann noch an Funktionalität von einem WCMS? Mir fallen von den 5 Kernfunktionen eines WCMS nur die folgenden ein:

  • Benutzerverwaltung
  • Content-Lifecycle
  • Redaktionelle Kontrolle

Wobei man auch hier bereits einschränken kann: Die Benutzerverwaltung ist bereits Systemimanent vorhanden. Wer nicht auf den Webbereich soll, kann es auch nicht. Und wer nicht in einem Verzeichnis schreiben soll, kann es ebenfalls nicht. Das Unix-Betriebssystem bietet hier bereits alles was man braucht. Und es ist bereits vorhanden.

Wir arbeiten ja bereits auf dem System und Web ist nur eines von vielen Dingen, die man dort nutzt. Warum also über ein WCMS eine zweite Benutzerverwaltung, die man zusätzlich zur normalen Benutzerverwaltung pflegen müsste?
Bleiben nur Content-Lifecycle und Redaktionelle Kontrolle.
In der Tat, dies sind zwei Dinge, die man nicht so einfach ersetzen kann. Und wenn nur Skripten, die einfach dasselbe tun, wie ein WCMS. Andererseits gibt es ja bereits ein Haufen Tools, wie ich den Content überwachen und dann später Archivieren kann. Das Archivieren ist ohnehin kein Problem, da dieses ebenfalls bereits auf einem vernünftigen System über das Backup vorhanden ist (Natürlich stimmt dies wiederum nur eingeschränkt. Das normale Backup hebt nur eine beschränkte Zeit lang Daten auf. Nicht jedoch für immer. Dies müsste man dann schon extra einrichten. Aber das wäre dann sowieso ein anderes Thema, das übrigens auch gegen WCMS geht: Die Archivierung von Content wird immer mehr zu einer notwendigen Aufgabe. Nicht um diesen Content unbedingt als Vorlage für neue Dateien zu verwenden, sondern aus reinen Archivierungszwecken. Hier bedarf es über kurz oder lang Standards. Es wäre sinnlos, Content so aufzuheben, das man es nur mit Hilfe eines oder zwei spezieller WCMS wieder erhalten kann.

Lieber Herren der WCMS-Befürworter: Was passiert eigentlich, wenn es bald eine gesetzliche Pflicht für öffentliche Einrichtungen und Anstalten gibt, nach der diese all ihre digitalen Daten in einem einheitlichen Format zu archivieren haben. Müssen dann wieder neue WCMS angeschafft werden, oder teure Schnittstellenprogramme eingekauft werden? )

Folgerung: Der Content-Lifecycle ist durch bereits vorhandene Tools handhabbar. Man muss es nur machen. Ich denke, hier ist auch sehr oft die Frage der Faulheit wichtig. Wer hat schon Lust darauf, Inhalte danach zu prüfen ob sie immer noch richtig und akzeptabel sind? Insbesondere, wenn es alte Inhalte sind? Wer ist denn auch objektiv genug dazu? Als Autor eines Textes mag ich diesen vielleicht in ein paar Wochen schon nicht mehr sehen und finde überall nur peinliche Fehler.
Jemand anders jedoch mag dies absolut anders sehen und fände es als tragisch an, wenn wegen solcher „Banalitäten“ eine gute Website mit hilfreichen Infos einfach verschwindet.

Bisher bleibt als noch die Redaktionelle Kontrolle.
Hach, toller Witz aber auch.
Ich arbeite in einem Rechenzentrum von über 60 Leuten in 5 Abteilungen. Wir haben ein WCMS im Einsatz gehabt, dass die redaktionelle Kontrolle verlangte.
Es war ein Flop. Die Leute wollen ihre Infos schnell ins Netz bringen und fertig ist. Und die Chefs haben bei uns bei immer mehr Etatkürzungen und immer mehr Anforderungen schlichtweg keine Zeit dazu, auch noch Redakteur für ihre Untergebenen zu spielen. Zudem sind viele Informationen auch von ihrer Art her so, dass diese relativ schnell veröffentlicht werden müssen. Ich denke da nur an Virus-Warnmeldungen oder Hinweise auf Wartungen. Oder an Veranstaltungen.

Bei solchen zeitkritischen Informationen geht es einfach nicht, wenn ein Redakteur, der ohnehin bereits zeitlich überlastet ist, erst mal den Inhalt absegnen muss. Bis der dazu kommt, ist die Veranstaltung längst gewesen, bzw. die PCs mit Viren wurden von erbosten Nutzern zertrümmert, bevor diese sich auf dem Weg zum Rechenzentrum machten, um dort Tachelles zu reden (oder eher schwingen: Nämlich eine Axt).

Wer braucht eigentlich die redaktionelle Kontrolle wirklich? Wo macht diese Sinn und muss sie wirklich in Form eines WCMS implementiert sein?

Und vor allem: Wird sie überall angenommen? In großen Firmen (Konzernen) bestimmt. Weil man arbeitsrechtlich gezwungenermaßen muß. Jedenfalls, sofern man sich nicht herausreden kann…
Aber an Unis, wo die Mitarbeiter durch einen etwas individuelleren und freien Geist beeinflusst sind, aber gleichzeitig unter Zeit- und Aufgabendruck leben, erscheint mir dies fraglich. Siehe eben oben….

Im Computer und Mediendienst der HU-Berlin

Vorträge; Einkehr im „CMS“ (Diesmal heisst CMS nicht falsch WCMS, sondern steht für die Abkürzung des Rechenzentrums der HU Berlin. Computer und Medien Service oder so…)

Das übliche bisher.
Zwar hat das RZ (ich nenn das CMS einfach mal RZ für Rechenzentrum, weil es sonst verwirrt ob ich von CMS oder CMS oder WCMS oder RZ schreib) sehr schöne neue Räumlichkeiten und ganz nette Surfterminals (Flachbildschirme etc und vor allem: Anscheinen einen eigenen Wachdienst (muss wohl nötig sein :) ); aber der Sitzungsraum 0.101 ist nun nicht gerade schön für die Hörer. Die Landwand ist sehr groß und lässt dank 2 Ausgängen gleichzeitig Ausgaben auf 2 Beamer steuern. Aber die Stühle fürs Publikum sind lediglich die billigen Steckstühle, ohne hohe Lehne. Und das soll ich bis heute Abend aushalten…. Mahlzeit. Es lebe der Bandscheibenvorfall und die Universitätsklinika .. Schauen wir mal wie es wird.

Nebenbei sind keine Tische vorhanden, so dass wir wie bei einer Diafilm-Vorführung eng aufeinander sitzen. Glück im Unglück ist das ich meinen Anzug zu hause gelassen hab.
Und Pech im Unglück: Die Steckdosen an den Wänden sind zu weit weg, oder ich muss mich abseits hinsetzen… Oder anderen Zuhörern (oder mein RZ-Laptop) der Unfallgefahr durch ein quer gespanntes Kabel aussetzen…
Bisher haben die Verantwortlichen erst mal schon eine Viertelstunde damit zugebracht eine Stadtkarte auf den Beamer zu bringen. Damit wir alle erfahren wie wir, die wir hier sitzen, hierher kommen?

Nebennotiz: Vor einiger Zeit ging ja durch die Presse, wie da ein Jurastudent hier Marketing für sich machte indem er Panik gegen die hiesigen überwachungskameras schob.
Dies ist Gelegenheit gleich mal das neue Schild anzuschauen, welches hier im Hörsaal angebracht ist… Unter den Kameras ist ein schön (teures) Schild angebracht (mit dicken Schrauben, die nicht so einfach abzubekommen sind) mit dem Text (der auch aus 12 Meter Entfernung lesbar ist):

In diesem Raum sind Kameras für Videokonferenzen installiert. Eine überwachung anwesender Personen findet nicht statt.

13.01 Uhr – der Raum füllt sich merkbar.. Sind wohl viele einheimische Leute und Studis auch hier. Was mich daran erinnert, das ein Webworker (aus Strohhalm, IWORKER oder SelfHTMLCommunity?) sich ja hier mit mir treffen wollte… Schaun ma mal..
Erklärung: Die Veranstaltung wurde auch im Rahmen der Multimediatage der Uni geführt.

Bisher zwei Vortrage gehört. Derzeit referiert Dr. Pleil von der KU-Eichstätt, was ich bereits vom AK-By-Web kenne. Hierzu gibt es nichts ungewöhnlich neues aus meiner Sicht.
Bemerkenswert an der vorherigen Beiträgen (RedDot & Flash) war der Flash-Vortrag; Hier ging es eher um gute Argumente, wieso man als Editor Flash nehmen sollte. Die Ausgabe könnte dann über ein eigenes Ausgabeskript erfolgen und muss nicht per Flash erfolgen, obwohl die natürlich zu bevorzugen sei.
Der RedDot-Vortrag war eigentlich nicht sonderlich bemerkenswert, sieht man von der so vom Vortragendem empfundene Einfachheit der Bedienung ab, die eben sich dadurch Charakterisiert, das man als Autor nur dort ändern kann, wo auf dem Bildschrim rote Punkte sind…
Der Flash-Vortrag wurde von Lars Mecklenburg geführt, der hier einige sehr interessante Angaben macht. Die Nachteile der herkömmlichen WCMS wurde hierbei aufgegriffen, nämlich das die Eingabeschnittstellen über Web nicht immer komfortabel sind.
Aber: Es wird natürlich nicht auf WCMS eingegangen, die nicht nur ein Web-Interface haben, sondern auch ein Client-Interface in Form eines lokalen Programms. Dies wäre dann gleich wie das Flash-System.

Pause und Erste Zusammenfassung

Dank des ersten ZOPE-Vortrags, der so umfassend war, dass der zweite sich erübrigte, ging es früher in die Pause. Die ZOPE-Leute waren wie üblich wieder von ihrem System und natürlich von Python sehr überzeugt. Folien dazu im Netz.

Notiz am Rande: Die Python-Programmierer schwärmen immer so überschwänglich von ihrer Sprache… Aber wenn die Sprache so toll sein würde, warum benutzt sie keiner? Warum geht der Gebrauch der Sprache im Vergleich zu anderen Sprachen zurück? Python war vor PHP da. Warum ist PHP nun so hip, aber Python kennt noch immer keine Sau? Alles ist sonst im Rahmen des üblichen. Alle vorgestellten Softwaresysteme sind gut und besser und überhaupt wunderbar. Und wer einmal mit dem System arbeitete, will gar nicht mehr mit seinen alten Zeug arbeiten…

In der Pause interessanter Small-Talk mit Frau Heilmeier aus Bamberg. Und warten auf den Kaffee und die Knabbereien.

Nach der Pause

NPS

Der Vortrag zu NPS5 zeigt gute Ansätze. Aber auch nur übliches bisher… Der Dozent gibt Schulungsbedarf zu :)

Hm…das NPS ist ziemlich ähnlich zu Altjira! Natürlich etwas ausgefeilter. Aber in den Grundbedienstrukturen ist es fast gleich. Der NPS Vortrag ist aber eigentlich nur ein übliches „How it works“ -Vortrag… Etwas Lehrerartig gehalten.

Imperia-Vortrag von der Fernuni Hagen:

ähnliche Probleme wie bei uns. Ca. 270 Autoren und jeder macht was er will. Viele Tausend Dokumente und hohe Datenmengen auf 4 von ca. 40 Projektwebserver insgesamt etwa 170 Webserver.
Der Imperia Vortrag zeichnet sich durch ehrliche Angabe der Probleme und Schwächen auf. Mitarbeiter-Akzeptanz wird erwähnt!!! (Als einziger von allen. Die Leute haben sich also doch Gedanken gemacht, bzw. wie er selbst sagte: Sie haben sich einige blutige Nasen geholt.)

Diskussion

Ausgewogen: pro vs contra WCMS etwa 50:50 :)
Ich hab den Eindruck, die meisten Anwesenden haben keine Ahnung von neuen Webtechniken, bzw. dessen Konsequenzen und Möglichkeiten. Bei vielen hat die Entwicklung des aktuellen Designs die letzten 2 oder 3 Jahre beansprucht. Klar, dass es dann Table-Design ist. Aber Table-Design ist heute schon kurz vor out. Nur viele haben es noch nicht bemerkt.

Barrierefreiheitsvortrag

Ganz übersichtlich, aber leider nicht so ganz überzeigend in Bezug auf Wichtigkeit Auch wurden die Vorteile von CSS nicht so ganz hervorgebracht, dass diese in Erinnerung blieben. Am nächsten Tag bei der Diskussion über Gestaltung hat keiner daran gedacht, dass die Positionierung von navigatorischen Elementen mittels CSS nicht mehr fest vorgegeben sein muss…
Durch die Blume hat die Vortragende das bestätigt was ich auch vermute: Das Barrierefreiheitsgesetzt ist ja derzeit nur für Behörden vorgeschrieben. Es gibt jedoch die hohe Wahrscheinlichkeit, dass in absehbarer Zeit entsprechende Ländergesetze kommen, die selbiges auch für Universitäten vorschreiben.
Dies dürfte einige Webmaster, Webmisstresses und Pressestellen unglücklich machen. Insbesondere wenn sie weiterhin das Potential von CSS verkennen und auf die Idee verfallen, wieder 3 Jahre zu investieren um ein neues Design aufzubauen, anstelle CSS zu nutzen um bei gleicher Optik nur die darunter liegende Technik neu zu machen.

Abend

Nach einen ewig langen S-Bahnfahrt (aufgrund Sturm, der ein paar Bäume umwehte und die Gleise blockierte) etwas über den Kurfürstendamm gebummelt und dann später beim Andalusier gegessen.
Ansonsten: Berlin erscheint mir overrated!.

Die Geschäfte machen da auch nicht später dicht als bei uns in Erlangen. Hat mir nicht mal einer gesagt, dort ist immer was los?
Ok, Horden von Japaner und Teenies und irgendwelche versifften Typen sind schon umhergezogen. Darunter auch so ein Webmaster aus Erlangen, der auch das Pseudonym xwolf hat, aber im ernst, das haben wir hier auch. Hm…nun gut. Erlangen ist auch eine Ausnahme, da dort der Studi-Schnitt unter der Bevölkerung hoch ist und die Franken nicht gerade so stocksteif sind wie die Nordfriesen. Jedenfalls kommt mir als Nordfriesen das so vor. Erlangen kann natürlich mit den riesigen Geschäften und Sehenswürdigkeiten nie mit Berlin mithalten, aber wenn es darum geht, wie lange Nachts Party ist, dann steht Erlangen da nicht so schlecht da.

24. Juni 2003 – Zweiter Tag

Interessantere Vorträge, da mehr technisch und weniger PR-like :)
Der erste Vortrag (Gestaltung der HU Berlin Homepage) ist sehr interessant da dieselben Probleme wie bei uns, aber noch nicht so weit und noch in der Planungs- und Ideenphase. Selber Fehler wie beim RRZE: Vorgegebenes Logo, welches ohne Rücksicht auf Web gemacht wurde und worum nun der Webauftritt herum gebaut werden muss… Die Diskussion danach hatte wohl das Ziel, der Kollegin von der Pressestelle irgendeine Lösung aus diesem Fehler aufzuzeigen. Aber sorry, ihr habt mal wieder Printdesign gemacht und nun soll sich das Webdesign ans Printdesign anpassen. Das geht nicht ohne Probleme!

Die Uni Magdeburg scheint einen imposanten Park an Webservern zu haben. Wo haben die das Geld her? Die haben wirklich viele verschiedenen Webkonfigurationen. Und anscheinend mehr Mitarbeiter, die diese pflegen. Web ist an den anderen Rechenzentrum anscheinend viel bedeutender als bei uns. Teilweise eigene Abteilungen!!!

Danach kam mein Vortrag, der wohl ganz gut angenommen wurde. Ich hab zwar überzogen. Aber nach mir kam Pause und die nachfolgenden Vortragenden haben auch alle überzogen .., J

In der Pause

Schnell ein Kaffee geschlabbert und dabei einen SELFer getroffen. Verdammt, ich kann mir einfach keine Namen merken. Mist. Dabei ist der aus dem Chat, soviel weiß ich schon noch…

Der Abschluss des offiziellen Teils

Ilias

FHW-Berlin – Ilias schaut ganz nett aus. Insbesondere, wenn es gut genutzt wird, so wie dort vom Vortragenden. http://ilias.lehre.fhw-berlin.de/ilias/ Gute Referenz.

Notiz: Die FU Berlin hat ein eigen geschriebenes Vorlesungsverzeichnis (myVV) geschrieben (Perlskript mit PostGREsDatenbank). Dieses VV-Skript bietet Import und Export-Schnittstellen, sowie Eingabeschnittstellen auch mit PHP. XML-Ausgabe vollständig. Ab WS2003/2003 70% der Uni-Lehrstühle abgedeckt, die auch mit anderen Systemen verwaltet werden, aber Exportschnittstellen haben. Aber zur Druckerei geht es noch immer in Papierform.

Alumni-Vortrag:

Die Finanzierung ist wohl nicht dauerhaft geregelt. Es ist momentan ein Projekt. Die „lebenslange“ E-Mailadresse ist also nicht notwendig wirklich lebenslang. Es wird dann immer auf die Kostentabelle verwiesen, wonach es momentan ein kostenloser Dienst ist. Aber dies kann sich ja ändern.

Des weiteren werden die Eingaben manuell validiert. Das heißt, bevor jemand aufgenommen wird, kriegt dieser eine Post mit der Anfrage seiner Daten und muss eine Eidesstattliche Erklärung abgeben, dass er/sie wirklich Student war. Erst nach Eingang dieser Erklärung wird die Adresse aktiviert.

Der Hinderungsgrund für automatisierte Verfahren, auch mittels einer „Abschiedsmail“, die man ja eigentlich als Accountbesitzer ohnehin bekommt (mit den Hinweis, dass der Account bald abläuft), ist der Datenschutz. Bisher scheinen 3 Leute (2 Mitarbeiter und 1 Hiwi) daran zu arbeiten. Die HU Berlin hat seit Eröffnung des Dienstes bis heute gerade mal ca. 470 User angemeldet. Also mal ein schöner Beleg dafür, wie übertriebener Datenschutz, ein für die Beteiligten nützliches Projekt behindert.

Fazit zum WebAdmin-Workshop

Wie sich ja gestern herausstellte war der Workshop im Rahmen der Multimedia-Tage veranstaltet worden. Ok, das kann man so machen. Aber irgendwie hatte ich -insbesondere gestern, wo der Saal voller anderer Personen war- den Eindruck, so wurden auf günstige Weise Vorträge nach Berlin geködert. Da fühl ich mich etwas ausgenutzt. Aber das ist letztlich egal; Die Leute in Berlin können ruhig zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, wenn die Fliegen, ähm, ja, die Leute die geködert worden, dann doch auch was davon haben. Und ich hatte ja auch was davon nämlich Erfahrungsaustausch. Multimediatage hin oder her. Was ich etwas bedauerlich fand, ist, dass das ganze nur eine Folge von Vorträgen war und daher die Diskussion und der konkrete Erfahrungsaustausch etwas zu kurz kam. Es wurde eigentlich, bis auf wenige Vorträge, immer nur gezeigt was man tolles hat. Eine Diskussion fand nur zweimal statt, nämlich zur Nutzung von WCMS und nach dem Vortrag zur Gestaltung der HU Berlin.

Wenn ich es mit dem AK-BY-Web vergleiche, muss ich sagen, dass mir es dort etwas besser gefällt, weil dort dann Diskussion nach jedem Vortrag war. Also insgesamt haben dort die Vorträge mehr Zeit. Und ganz nebenbei waren in Erlangen (natürlich!) und in Augsburg die Verköstigungen besser. Und die Sitzplätze auch. Andererseits, und das muss man ja auch sagen, waren wir in Berlin wirklich mehr Leute, die man dann auch nicht einfach in einem Seminarraum hätte stecken können. Selbst unser Raum K1 in der Techfak wäre voll gewesen. Es waren etwa 40 Webleute da. Was ich auch bedauerlich finde, ist dass alles etwas unvermittelt zuende war. Es gab keinen Punkt „Sonstiges“, wo mal Punkte außerhalb des Programms erörtert werden konnten. Ggf. sind diese ja am Abend im Restaurant diskutiert worden, aber ich denke nicht dass dies zählt, da dort wirklich nicht jeder dran teilnahm.

Heimfahrt

Hab ich erwähnt, dass das S-Bahnsystem in Berlin nervig ist? Zum einen Bummeln die wie nichts gutes, dann bleiben sie mitunter einfach stehen und man muss auf die andere Seite wechseln, oder aber, man nimmt den falschen Zug, weil die Zugnummer nur ganz vorne dran steht aber nirgends im Zug (weil die entsprechende Lichtanzeige nicht funktioniert). Wie auch immer: Ich stieg zur richtigen Zeit in die S-Bahn am richtigen Gleis ein, und nahm natürlich dann die falsche Bahn. Nun ja. Wurscht, ich hatte Zeit genug und hab dann den Weg wieder zurückgenommen.

Mein Bahnhof lief über Berlin Schönefeld. Nervig, dass ich erst später erfuhr, dass ich auch von Zoo oder Ostbahnhof hätte fahren können. Da hätte ich mich auch nicht verfahren, weil ich bestimmt nicht zu Schönefeld gefahren wäre um mich dort zu langweilen. Aber Schönefeld ist ja wohl auch ein Graus! Welcher geniale Planer hat den Bahnhof, mit ja fast 14 Bahnsteigen so weit weg vom Flughafen gebaut?! Ok, es gibt Shuttle-Busse. Aber trotzdem ist das Blödsinn. Im Bahnhof ist kaum mehr los als auf den Bahnhof eines Provinznetzes. Und um ein besseren Buchladen zu finden geh oder fahr ich nicht mal eben zum Flughafen rüber.

Berlin is highly overrated!

Derzeit stecke ich in Leipzig und wir warten auf irgendeine RegionalEx-Press, damit wir weiter können. Bei der Abfahrt hatten wir eh schon 5 Minuten Verspätung, also was soll’s :) ? Außerdem verwirrt der Zugbegleiter alle Leute hier damit, dass er dauern sagt, dass wir nicht der Zug nach Hamburg sind, sondern der nach München. Hm, anscheinend sind wir so spät dran, dass wir da an der Stelle des Hamburger Zuges stehen und einige Leute dann hier einsteigen könnten. Nun ja. Nett. Aber wie viele Leute sind hier falsch eingestiegen und wie viele sind hier jetzt aus Verwirrung falsch ausgestiegen? Ups! Nett! In der Tat gerade passiert. Hinter mir stehen gerade zwei Leute und wollten wegen Vorreservierten Plätzen da Leute wegschicken, die auch reserviert hatten. „Was, der fährt nach München?!“ Weiter vorne telefoniert der Schaffner gerade. Oder versucht es. Er rollt nicht mit den Augen. Also ist das wohl üblich. Oh, Irrtum meinerseits. Es war ein Lufthansa-Pilot, der nun auch nicht fliegen kann.

Wenigstens eins was heute mit der Bahn klappt: Ich hab wieder Stromanschluss! Und Mist: Die Kopfhörer fehlen. Ich möchte ungern F.A.K.K.2 anschauen und der ganze Großraumwagen hört mit.

Fazitgedanken zur Nutzung von WCMS

Braucht man wirklich WCMS? Und werden alternative Techniken und Arbeitsverfahren bei der Auswahl von WCMS wirklich ausreichend berücksichtigt?

In welchen Unis ist WCMS überhaupt geeignet? Mir erscheint es so, dass es nur dort klappt, wo die Unileitung die Zügel ziemlich fest in der Hand hat, und die Leute es durchsetzen können und wollen. Oder aber, dort wo das System nach der Honeypott-Methode eingeführt wurde: „Wir machen es erst mal nur hier. Und die anderen können an den Fenstern stehen und schauen. Und dann kommt erst einer, dann der nächste und schließlich alle durch die Ladentür und sind bekehrt.“

Die gestern vorgestellten, kommerziellen Produkte, Imperia, RedDot, NPS kommen mit Anschaffungskosten von ca. 40 – 60.000 Euro daher. Zuzüglich einige Euro für rollenbasierte Zugangslizenzen jährlich. Und dann zuzüglich: Ausbildung! Und Kosten für mindestens einen Administrator!

Dies steht bei einer ehrlichen Analyse im Gegensatz zu einem herkömmlichen, aber professionellen Management von Websites.
Ein professionelles Management von Websites ohne WCMS beinhaltet meines Erachtens folgende Komponenten:

  1. Namenskonzept für Domains und Verzeichnisse
  2. Sicherheitskonzept für interaktive Skripten
  3. Feste Inhaltliche Verantwortlichbarkeit
  4. Strenge Trennung von Layout und Inhalt über HTML und CSS (dies verlangt, dass Inhalte, d.h. HTML-Dateien danach geprüft, also validiert werden, ob sie den definierten Muster gerecht werden.)
  5. Design wird nur mittels CSS gemacht
  6. Inhalte, sprich HTML-Dateien, werden über CVS verwaltet
    1. CVS wiederum bringt seine eigene Benutzerverwaltung mit
    2. Jeder darf dort zwar alles, aber durch Versionierung ist die Sicherheit dennoch groß
    3. Da jeder alles darf, können wichtige schnelle Infos ins Web getan werden, ohne das es zu einer Behinderung durch die redaktionelle Kontrolle kommt.

Kosten für dieses Konzept:

Ein Administrator muss die Aufsicht haben. Bei den Inhalten kann man auch weitergehend die Konzepte übernehmen die sich bereits bei Softwareprojekten durchgesetzt haben! Dort funktioniert es ja auch sehr gut und hat sich bewährt.

Softwarekosten: Fast keine. Man muss nur ein Validator erstellen, bzw. den aus dem Web nutzen. Die Folgen einer Nichtvalidität müssen organisatorisch geklärt werden.

Linkverwaltung? Automatisch über Indexprogramme machbar. Aber ein guter Einwand.

Doch. In der Tat: Das einzige was konkret ein gutes WCMS dem obigen Nicht-WCMS-Konzept voraus hat, wäre eine adäquate Link- und Medienverwaltung.
Obwohl auch dies bei näherer überlegung einzuschränken ist:
Das obige Konzept macht keine Aussage über den zu verwendenden Editor. Somit kann dieser Editor selbst auch bereits eine solche Verwaltung besitzen. Die einzige Anforderung an den Editor ist, dass dieser -am Besten mit Hilfe von Templates- den HTML-Code so macht, wie man es will. Noch besser: Autoren dürfen entweder nur einen speziellen Satz an HTML-Tags nutzen, oder aber sie dürfen bei dem Editor nur im WYSIWYG-Modus bei festen Templates arbeiten. Ein Editor, der diese Anforderungen erfüllt ist Dreamweaver MX
Andere Editoren lassen sich bestimmt finden.
Einige Editoren besitzen ein Work-Suite, welche die Multiuser-Bearbeitung unterstützen.

Folgende Gegenüberstellung ergibt sich somit:

Feature WCMS Nicht WCMS
Benutzerverwaltung Wenn kein Import und Export aus/zu vorhandenen Systemen nutzbar, muss eine zusätzliche Benutzerverwaltung aufgebaut und gepflegt werden Man kann wie bisher die vorhandenen Benutzerverwaltung nutzen und braucht keine Änderungen vorzunehmen
Content-LifeCycle Der Content-LifeCycle kann vollständig abgearbeitet werden und ist Teil eines jeden vollständigen WCMS. Leider haben viele rein PHP-basierte WCMS (eher dann Redaktionssysteme, die sich nur WCMS nennen) hier schwächen, weil der Content-Lifecycle zeitgesteuerte Aktionen ausführen muß. Der Content-Lifecycle muss manuell erfolgen. Kann jedoch über Tools, die das Alter von Dateien beobachten und melden erleichtert werden.
Redaktionelle Verwaltung Die Redaktionelle Verwaltung ist möglich, verlangt jedoch eine strikte Organisationsstruktur. Dies hat auch Einfluss auf die Arbeitsverteilung. Zeitkritische Nachrichten können verspätet publiziert werden oder aber die Organisationsstruktur wird flach gemacht, also wieder abgeschaltet. Die redaktionelle Verwaltung ist nur über die Editorfunktionen möglich, wenn es um Unhalte geht. Ansonsten ist keine inhaltliche Kontrolle gegeben. Durch Versionierung ist jedoch jederzeit die Einspielung eines vorherigen Zustandes möglich.
Linkverwaltung In den meisten WCMS vorhanden. über Tools oder Editoren.
Dokumentenverwaltung Eine der Grundfunktionen eines CMS. In einem WCMS sollten diese Funktionen daher ebenfalls vorhanden sein, haben jedoch derzeit nur PR-Funktion, da sie in der Regel nicht genutzt werden. Wenn es andere Ausgabeformate gibt, beschränkt es sich meist auf WMF, PDF, WORD und PS. In der Regel nicht vorhanden. Es sei denn über zusätzliche Konvertierungsskripten, die man sich selbst optional dazutun müsste. Hier gibt es dann aber eine fast unbeschränkte Auswahl.
Kosten Kommerzielle Produkte kosten in der Anschaffung eine 5stellige Eurosumme und verlangen auch zusätzlich jährliche Lizenzen. OpenSource-Produkte sind zwar in der Anschaffung kostenlos, kosten aber viel bei der oft notwendigen Anpassung an die eigenen Belange.(Irgendwo müssen die Entwickler ja was verdienen. Das ist fair und gerechtfertig.) Kommerziele Produkte werden meist nicht angepasst, weil dafür kein Geld mehr zur Verfügung steht. Stattdessen wird die Organisationsstrukur, also die Arbeitsmethoden in der Firma dem WCMS angepasst. So wie bei SAP…
Desweiteren treten Kosten für Ausbildung auf.
Kosten treten ggf. nur für die Editoren auf. Werden auch hier kostenlose Varianten genommen, gibt es keine Softwarekosten.
Es treten ansonsten noch Kosten für die Ausbildung der Mitarbeiter auf.
Implementationsaufwand Oft sehr hoch. Mit einem neuen WCMS ist so gut wie immer auch ein kompletter Relaunch der Website verbunden. Der Implementationsaufwand beschränkt sich in der Installation von Software, sofern diese nicht vorhanden ist. Auf Unix-Systemen ist in der Regel alles notwendige schon installiert.Der Import von vorhandenen Websites ist unkompliziert, da die Dateien in CVS lediglich registriert und eingecheckt werden.
Ausbildung Ausbildung ist notwendig. Bei vielen kommerziellen Anbietern ist eine Adminkurs notwendig. Der Autorkurs kann meist von den Admins dann selbst gehalten werden, was jedoch trotzdem zu Lasten der Arbeitszeit geht. Ausbildung in der Nutzung von CVS und den verwendeten Editoren ist notwendig. Ansonsten gibt es jedoch kaum eine änderung in der Arbeit.
Plattformunabhängigkeit Abhängig vom WCMS. Manche WCMS legen die Plattform soweit vor, dass die WCMS nur unter einem Browser und einem Webserver funktionieren. Ja.
änderbarkeit von Design Meist unkompliziert Kein Problem, wenn die Seiten mit CSS gestaltet sind. Ansonsten nur mit guten Editoren ohne Probleme möglich.
Einhaltung der WAI-Standards Nicht immer gegeben. Da der WAI-Standard auch für Autoren gilt, ist dieser nicht eingehalten bei WCMS, die ein Browser vorraussetzen. Kein Problem, wenn die Seiten strengt mit CSS gestaltet sind und validiert werden.
Personengebundenheit Wenn der Admin kurzfristig geht, springen einige Leute aus den Fenstern. (Was nur dann gut wäre, wenn diese kurz vor Rentenantritt wären.) Wenn der Admin kurzfristig geht, funktioniert alles weiter wie bisher. Die Einarbeitung für einen neuen Admin ist nicht sehr aufwendig. Eigentlich braucht man nur einen Menschen, der gut Unix kann.
Akzeptanz bei den Mitarbeitern Wenn die Mitarbeiter während der Auswahl und Einführung eingebunden wurden, ist die Akzeptanz meist vorhanden. Auch ist diese gezwungen da, wenn man Angestellter bei einer größeren Firma ist. Wenn jedoch keines dieser Fälle erfüllt ist, kann die Akzeptanz schlecht sein, was sich böse auswirken kann. Im Worst Case wird das System boykottiert und die Leute machen es wie bisher am System vorbei. Auch schlimm ist es, wenn es plötzlich gar keine Inhalte mehr gibt, weil keiner Lust hat, diese mittels des WCMS einzuspielen.Oder aber, was häufig passiert, die Flaschenhälse der vorher begeisterten Chefs tun sich auf, indem diese die Inhalte ihrer Untergebenen nie freigeben oder ewig damit brauchen oder dauernd wegen Kleinigkeiten meckern. Wenn die Form, also die Fehlerfreiheit noch wichtiger wird als der eigentliche Inhalt, dann gibt es Frustration auf Seiten der Mitarbeiter. Groß, da kaum änderungen.Zum Teil nur dort, wo Leute nicht mehr ihr eigenes Design machen können. Aber man arbeitet ja und ist nicht auf der Spielhomepage.

Was mich bei der Wahl der WCMS auch etwas irritiert ist, dass niemand so darauf eingegangen ist, was ein WCMS überhaupt leisten soll im Vergleich zu einem Redaktionssystem und im Vergleich zu einem Working-Suite eines Multiuser-Editors.
Ich hab auch oft den Eindruck gehabt, die Leute wissen den Unterschied nicht zwischen WCMS, CMS und Redaktionssystem.
Aber bei der Suche nach Software wird dagegen immer gleich nach „CMS“ gesucht.

Das ist so, als ob ich mit einem alten Fahrrad durch die Lande fahre und dann irgendwann die Radaufhängung bricht. Bzw. man glaubt eigentlich nur, dass diese gebrochen ist. Ich hab dann normalerweise die Wahl ein neues Rad zu kaufen oder die Aufhängung zu schweißen. Oder die Kieferneichel entfernen, die sich verhakt hat. Bei obiger Sicht dagegen würde man sich kein neues Rad kaufen und es auch nicht zu reparieren versuchen, man würde sich gleich einen Formel1-Rennwagen kaufen.
Wen kümmert es da, dass man damit nicht fahren kann?

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