Kommentar

Auf zum fröhlichen Verfälschen von Suchmaschinentrefferlisten

Die c’t ruft zu einem Suchmaschinenoptimierungs-Wettstreit auf.
Siehe auch Heise.de: Jagd frei auf die Hommingberger Gepardenforelle!
Es soll versucht werden, mittels Tricks aus der sogenannten „Suchmaschinenoptimierung“ ein nicht existentes Tier, eine Gepardenforelle und damit eine Website in den Suchmaschinen hochzupuschen.

Dabei hat man in diesem Fall einen Begriff „Hommingberger Gepardenforelle“ gewählt, der keinen „Flurschaden“ verursacht.
Was wohl ein kleiner Fingerzeig sein sollte, was sich hinter den netten und marketingschönen Begriff „Suchmaschinenoptimierer“ verbirgt: Leute, welche die Trefferlisten von Suchmaschinen durch Tricks so modifizieren möchten, daß die von Ihnen „optimierte“ Seite ganz oben steht. Dadurch wird ganz locker flockig in Kauf genommen, auch hier von der c’t, daß dies Geschäft zu unschönen Ergebnissen für viele Menschen führt, die eben nicht nur eine kommerzielle beworbene Site, sondern echten Content suchen.

Ich halte von diesem Geschäft garnichts und möchte auch garnicht mehr obigen Begriff nutzen. Stattdessen sollte man die Leute beim Namen nennen: Verfälscher und Störer von Ergebnislisten.

Ich kann nicht verstehen, wie der Heise-Verlag die Geschäftemacherei mit -zumeist auch nur temporären Erfolg, dafür mehr Schäden bei normalen Webseiten- so „adelt“, indem es das ganze zum Wettbewerb

Denn die Folge von dem Geschäft mit dem Verfälschen von Suchmaschinenergebnissen sollten jedem klar sein: Nur mehr solche Sites, die es sich leisten konnten, Geld in das Verfälschen zu stecken werden in den Trefferlisten oben stehen und nicht mehr solche Sites, bei dem der Content das wirklich Gesuchte enthält.

Beispiel gefällig? Man suche doch mal persönliche Vergleichsberichte und Erfahrungen zu Reisen oder zu Versicherungen.
Wer sich nicht gut mit Google oder einen anderen Suchmaschine auskennt und weiss, wie er die Suchbegriffe formulieren soll, wird in den ersten zwei Seiten nur kommerzielle Links finden. Aber wohl kaum das Gesuchte.

Man mag zwar versuchen, die Jagd nach einem Kunstbegriff, wie der Forellen Geparden Art unter rein wissenschaftlichen Zwecken zu sehen.
Aber genausogut könnte man ja dann auch gleich ein Wettbewerb machen a la „Wer legt SPAM-Filter am Besten rein?“.

Aber viel Spaß, liebe Heise-Redaktion, und denkt dran: Es gibt keine besser Statistik, als jene, die man selbst erstellt hat :)