Politik

ePetition: Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen

Bis zum 22. Dezember läuft noch eine ePetition zum
Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen.

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass wissenschaftliche Publikationen, die aus öffentlich geförderter Forschung hervorgehen, allen Bürgern kostenfrei zugänglich sein müssen. Institutionen, die staatliche Forschungsgelder autonom verwalten, soll der Bundestag auffordern, entsprechende Vorschriften zu erlassen und die technischen Voraussetzungen zu schaffen.

Im Prinzip sollte dies ohnehin in Zeiten des Open Acess und der nachhaltigen Verwendung von Steuergeldern selbstverständlich sein. Leider ist die Realität nicht so. Wissenschaftliche Arbeiten, die durch unser aller Steuergelder finanziert oder mitfinanziert wurden, werden sehr häufig garnicht herausgegeben, verschimmeln vielleicht als Belegexemplar in der Zweigbibliothek eines Departments in einer Universität oder aber wurden an einem Verlag verhökert, der die Texte dann vielleicht nur in einer einzigen Ausgabe veröffentlichte.

Zusätzlich ist ein Zwang zur öffentlichen Zugänglichkeit notwendig; Viele Universitäten gingen im Zuge der Urheberrechtsreform aus Angst vor anwaltlicher Verfolgung oder vermeintlichen Problemen bzgl. Urheberrechtsverletzungen dazu über, die wissenschaftlichen und zur Lehre erstellten Erzeugnisse hinter ELearningportalen mit beschränkten Zugang zu verstecken. Die Probleme und Fehler der Arbeiten in Bezug auf einer zu weiten Auslegung des Zitationsrechts oder in Urheberrechte allgemein wurden jedoch nicht korrigiert. Satttdessen wird dann weitergemacht wie bisher, weil man ja keine Folgen zu fürchten hat.
Mehr noch: Der Zugriffsschutz durch den beschränkten Zugang nur für Studierende einzelner Einrichtungen verhindert auch effektiv die Erkennung von Plagiaten.

Eine Pflicht zur Veröffentlichung würde somit einhergehen mit der Notwendigkeit, Matrialien mit einer höheren Sorgfalt zu erstellen – also etwas, wozu eigentlich jeder Angehörige des öffentlichen Dienstes per se längst verpflichtet sein ist.

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